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von Hans-Jürgen Louven
Mit Diesel und Gebet
«Wissen Sie, ich bin eigentlich nicht so religiös ...» Das vor uns stehende jüngere Paar hatte sich spontan unserem bunten Oldtimer genähert. Sie hatten an einer freiwilligen Aktion zur Flurbereinigung in der kleinen Stadt im Siegerland teilgenommen. Die junge Frau und ihr wohl wenige Jahre älterer Partner fragten nach dem Ausbau des Wagens und wollten sich für die Zukunft gerne auch so ein älteres Wohnmobil herrichten. Wir hatten einige Zeit über unsere Erfahrungen als «ungewöhnliche Camper» berichtet und waren auch etwas auf die Geschichte des alten VW-Lastenträgers eingegangen. Irgendwie waren wir dann später auf einige wichtige Fragen des Lebens zu sprechen gekommen.
«Ich bin noch nicht einmal getauft», fügte die junge Frau hinzu, immer noch direkt vor der Schiebetür unseres alten Wagens stehend. Sie schaute uns beide bei dieser Aussage etwas unsicher, aber durchaus offen an. Meine Antwort kam jetzt sehr spontan: «Das sind die besten Voraussetzungen, um Jesus kennenzulernen.» Ich meinte es so, wie ich es gesagt hatte. Irgendwie sprudelte das richtig aus meinem Herzen heraus. Wir sprachen noch eine Weile darüber, dass blosse «Religion» dem Menschen oft die Sicht für das Eigentliche nehmen kann. Von daher war die junge Frau ja wirklich unbedarft und hatte gute Voraussetzungen. Gegen Ende des Gesprächs holte meine Frau ein kleines Gideons-Taschentestament hervor. Sie überreichte es dem etwas überraschten Gegenüber als kleines und doch eigentlich sehr grosses Geschenk. «Lesen Sie das. Es kann Ihnen den Blick für das wirklich Wichtige im Leben öffnen.» Die Frau nahm etwas zaghaft ihr unerwartetes Geschenk entgegen. Sie blickte auf das Cover des kleinen Buches: «Die Bibel – Neues Testament mit Psalmen & Sprüchen» stand da weiss auf grün. «Das ist meine erste Bibel», kam es nun als Entgegnung herüber. Sie hielt das kleine Buch mit beiden Händen fest vor ihrer Brust. Fast wie einen frisch geborgenen Schatz. Und das war es ja auch.
Ein «Zelt» der Begegnungen
Nach unseren vielen Jahren im Orient (siehe ethos-Artikel 6/23) hatten Renate und ich unseren noch dort erworbenen, alten VW-Camper – mit Sack und Pack bestückt – mit nach Europa genommen ...
Neugierig? Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 5/26
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