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von Silke Berg

Das dualistische Denken der Postmoderne

Ich entscheide selbst, wer ich bin. – Ist das so?

Schon länger fühlt sich eine junge Frau nicht mehr wohl in ihrer weiblichen Rolle. Sie selbst nimmt sich als «männlich» wahr und auch ihre Gefühle zeigen ihr: Sie sollte ein Mann sein. In dieser schwierigen Phase fühlt sie sich oft missverstanden und abgelehnt. Schliesslich nimmt sie Kontakt zu einer Beratungsstelle auf und entscheidet sich dazu, sich zu «transgendern», sprich, ein Mann zu werden. Einerseits bekommt sie jetzt Therapie und Beratung, andererseits medizinische Interventionen, Hormone und «Umoperationen». Es ist ein langwieriger Prozess mit vielen Hindernissen und Misserfolgen, die sie in Todesgefahr bringen. Jedoch hat sie jetzt eine neue gesellschaftliche Identität, sucht sich einen männlichen Namen aus und möchte nun auch von anderen so wahrgenommen werden. «Er» verfolgt sein eingeschlagenes Ziel trotz aller Schwierigkeiten und Rückschläge, denn diese Geschlechtsumwandlung ist für «ihn» die einzige Lösung seines Problems – das hat «ihm» die Gesellschaft so vermittelt.

Wir fragen uns: Wie entstehen solche Phänomene und derartiges Denken in unserer Gesellschaft? Was sind die Hintergründe?

Nancy R. Pearcey widmet sich dieser Frage in ihrem Buch «Liebe deinen Körper» sehr ausführlich und tiefgründig. Sie zeigt auf, wie dualistisches Denken zu Körperfeindlichkeit führt. Um aktuelle Entwicklungen unseres heutigen postmodernen Denkens besser einordnen zu können, nutzt sie das Bild von zwei Stockwerken in einem Gebäude.

Kulturgeschichtliche Entwicklung

Thomas von Aquin (1225–1274), ein katholischer Theologe, war stark vom aristotelischen humanistischen Denken geprägt, welches sich in der römisch-katholischen Kirche ausgebreitet hatte. Der griechische Universalgelehrte Aristoteles (384–322 v. Chr.) befasste sich unter anderem mit Logik und Naturwissenschaften. Thomas von Aquin versuchte nun, seine beiden Welten – den katholischen Glauben und die aristotelische Wissenschaft – zusammenzubringen.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 2/2021.


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