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von Sabine Kähler

Der Bund fürs Leben

Ehe – wie kann sie gelingen? Und gibt es die Liebe ohne Ablaufdatum?

Erst vor wenigen Wochen haben wir in unserer Familie die Hochzeit unserer Tochter gefeiert – was für ein besonderer Tag! Die Zeit vor dem grossen Fest war ausgefüllt mit planen und vorbereiten, aber auch mit Gesprächen und Austausch über das Geheimnis Ehe. Wie kann eine Ehe

gelingen? Was braucht es in einer Beziehung, die ein Leben lang Bestand haben soll?

Liebesgefühle sind, natürlich vor allem in der ersten Zeit der Ehe, reichlich vorhanden. Aber Gefühle kommen und gehen und die Schmetterlinge im Bauch, die die Beziehung anfangs so attraktiv erscheinen lassen, fliegen irgendwann davon. Idealerweise wächst dann eine Liebe heran, die tiefer geht, den anderen in seinen Besonderheiten annimmt und eine innige Beziehung zwischen den Partnern schafft. Die Liebe Jesu darf als Vorbild dienen.

Der tiefste Grund für unsere Zuversicht liegt in Gottes Liebe zu uns: Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat (1. Joh. 4,19). Gottes Liebe war zuerst, und er hat sie uns bewiesen, indem er Jesus auf die Erde geschickt hat. Seine Liebe wurde zur Tat. Jeder entscheidet für sich persönlich, wie er auf die rettende Liebe Gottes reagieren will – ablehnend, spöttisch, zurückweisend oder dankbar, offen und in dem Wissen, dass es gut ist, mit Gott zu leben. Der Mensch, der an Jesus glaubt und seine Schuld unter dem Kreuz losgeworden ist, darf in dieser Liebe ruhen. Einer Liebe, die keine Erwartungen stellt und die wir uns nicht verdienen müssen – sie ist bedingungslos und umfassend. Gottes Bereitschaft, seinen Sohn Jesus auf die Erde zu senden und für uns Menschen sterben zu lassen, ist der grösste Beweis seiner Liebe zu uns.

Ich möchte Taten der Liebe tun

In unserer Kultur legt man auf Gefühle grossen Wert. Ohne die richtigen Gefühle geht es scheinbar nicht. Das funktioniert auch vordergründig recht gut, denn wenn wir einen anderen Menschen lieben, dann tun wir ihm Gutes, reden freundlich, sind hilfsbereit und verständnisvoll. Zuerst das Gefühl – dann folgen die Taten der Liebe. Aber Liebe ist mehr als ein Gefühl, sie ist auch und vor allem eine Entscheidung. Ehepartner können einander lieben, auch wenn die Gefühle durcheinandergeraten sind, der andere nervt oder sogar gerade überhaupt keine Liebe zum Partner mehr spürbar ist. In jeder Beziehung ist es möglich, dass emotionale Dürreperioden eintreten, aber gerade dann braucht es die Entscheidung des Einzelnen, trotzdem zu lieben – und diese Liebe in den eigenen Taten sichtbar werden zu lassen.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 09/2021


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