Uhr
von Johannes Vogel
Einfach mal den Mund halten
Bestimmt kennen Sie die Sprüche: «Tu dir selbst mal was Gutes!», «Nimm dir Zeit für dich», «Tu dir die Ruhe an» – Sie zählen zu den Klassikern der gut gemeinten Ratschläge und haben ein gefühlsmässiges Auftanken mit Kurzzeiteffekt im Fokus. Gegen einen freien Tag oder einen schönen Restaurantbesuch ist bestimmt nichts einzuwenden, aber langfristige geistliche Stabilität und Wachstum bewirkt das doch eher selten. Warum? Weil es bei dieser Erholung meist nur um Bedürfnisbefriedigung geht und nicht um die Kraftquellen Gottes.
Die traurige Realität ist doch: Viel zu wenig ermutigen wir Christen uns gegenseitig zur echten Stille mit dem Herrn! Eine Zeit, in der uns Jesus Christus durch sein Wort nicht nur motivieren, sondern auch korrigieren darf. Wäre es nicht klasse, wenn wir Gläubige folgende Sätze etablieren würden: «Tu dir selbst mal was Gutes – lies die Bibel!», «Nimm dir mehr Zeit für das Gebet», «Tu dir die Stille mit dem Herrn an!»
Als jemand, der sich phasenweise ebenfalls schwer damit tut, der benötigten Stille mit Gott genug Zeit einzuräumen, möchte ich Ihnen drei – zugegeben provokante – Tipps mitgeben. Nicht, weil ich es so viel besser wüsste. Aber, weil ich genauso wie viele andere immer wieder den Wert von echter Stille mit dem Herrn lernen muss. Was ist also zu tun, wenn durch Umstände und Stress das Nervenkostüm dünner wird und hingegebene Christen, die es ernst mit Jesus meinen, in einer kraftlosen Phase feststecken?
Schlechte Zuhörer
Wenn es um die Stille vor Gott geht, kann ich nicht genug betonen, wie wesentlich es ist, zu verstehen, dass weder unser Umfeld, unsere Aufgaben noch die mangelnde Zeit das grundlegende Problem sind. Nein, oftmals sind es wir selbst! Wir reden einfach viel zu viel – und wenn wir schweigen, ist da noch unser Kopf mit Dutzenden Gedanken, die uns davon abhalten wollen, dem Herrn zuzuhören. Sich auf die Bibel, also auf Gottes Reden einzulassen, setzt aber genau das voraus.
Wir Menschen sind mittlerweile furchtbar schlechte Zuhörer geworden. Wir fallen ins Wort, halten keinen Augenkontakt, würgen Gespräche ab und ziehen vorschnelle Schlüsse. Wenn man mit dieser Art und Weise Gott zuhört, kommt es garantiert zu Missverständnissen und das Ergebnis ist zwangsläufig «Kraftlosigkeit».
Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 02/2022
Wir möchten Christen ermutigen, ihren Glauben zu leben und unserer Gesellschaft den Wertmassstab der Bibel aufzeigen.
Damit das gelingt, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.
Neue News
Durch meine Risse scheint sein Licht
«Es bleibt vieles, was keine Antwort hat, bleibt vieles, was rätselhaft ist ...»
[mehr] Durch meine Risse scheint sein LichtDie Johannisbeeren
Heute sind Lia und Levi Briefträger. Sie haben ihre Kindergartentäschchen umgehängt, darin stecken lauter klein zusammengefaltete, selbstgemalte Bilder.
[mehr] Die JohannisbeerenFrontmann
Du würdest für deine Familie sterben – aber lebst du auch für sie?
[mehr] FrontmannMehr entdecken
factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.
ethos open hands
Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. ethos open hands ist eine Nonprofit-Organisation im Sinn einer biblischen Missionsarbeit nach christlichen Grundsätzen. Wir unterstützen Menschen in Rumänien in ihrer materiellen, physischen und geistlichen Not.