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von ethos-Redaktion
Marsch fürs Läbe beschreitet erneut den Rechtsweg
Bereits im letzten September und nochmals im Februar 2026 wurde das Gesuch für den Marsch vom 19. September 2026 bei der Stadt Zürich gestellt und inzwischen abgelehnt. «Mehrfach wurde gegenüber der Stadt Offenheit für Routenvorschläge, vergleichbar mit anderen Demos, die in Zürich regelmässig durch die Innenstadt führen, signalisiert», schrieb der Marsch fürs Läbe in einer Medienmitteilung. Trotz Nachhakens herrsche bezüglich öffentlichkeitswirksamer Alternativen durch die Stadt bis heute Funkstille. Stattdessen verweist die Stadt den Marsch, der zum letzten Mal vor zehn Jahren durch die Innenstadt führte, nun das sechste Mal in Folge nach Oerlikon in Zürich-Nord. Argumentiert werde mit dem Sicherheitsrisiko, das in der Innenstadt bestehe, so der Marsch fürs Läbe. Er hält dagegen, denn: Der Marsch verläuft seit Jahren von Seiten der Teilnehmer her friedlich. «An den Rand der Stadt gedrängt werden die Teilnehmer des Marsches bestraft für die potenzielle Gewalt, die von Gegnern ausgeht – was einer Täter-Opfer-Umkehr gleichkommt.» Die Gegner könnten «überall krawallieren», so der Marsch fürs Läbe, der darauf hinweist, dass in Oerlikon die in den Vorjahren bewilligten Marschrouten regelmässig wegen Störern gekürzt wurden.
Das Thema der Demo, dieses Jahr unter dem Motto «Together for Life», sei gross und gesellschaftlich hochrelevant: Es gehe um Leben und Tod von Tausenden. «In der Schweiz werden täglich 33 Kinder durch Abtreibung getötet. Zahlreiche Mütter, die in einer ungeplanten Schwangerschaft in eine Notsituation kommen, bleiben mit ihren Ängsten und Sorgen alleine und werden unter Druck gesetzt, das Kind abzutreiben.» Diesen Menschen wolle der Marsch fürs Läbe eine Stimme geben. Er akzeptiere deshalb nicht, wegen der potentiellen Meinungsgegner an den Rand gedrängt zu werden und erwarte darum zeitnah eine Neubeurteilung mit einem öffentlichkeitswirksamen Routenvorschlag von der Stadt Zürich.
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