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von Roland Gerth
Azoren
São Miguel
Nach der Landung in der Hauptstadt Ponta Delgada und der Übernahme des Mietwagens starte ich zu einer ersten Erkundungstour entlang der Küste. An der Ponta do Ermo im Norden der Insel entdecke ich einen namenlosen Wasserfall, der direkt ins Meer stürzt. Da er auf keiner Karte verzeichnet ist, präge ich mir die Zufahrt gut ein, denn ich möchte ihn unbedingt noch einmal im Abendlicht fotografieren. Im Nordwesten begeistert mich das Fischerdorf Mosteiros mit seiner Küste. Dort befinden sich die Piscinas naturais, eine felsige Uferzone mit vielen kleinen Naturpools zwischen den Klippen.
Die Inselgruppe der Azoren ist vulkanischen Ursprungs. Auf São Miguel ist dies im Dorf Furnas deutlich zu sehen. Eine kochend heisse Quelle, deren Wasser aus über 100 Meter Tiefe an die Oberfläche dringt, bildet einen blubbernden Teich, aus dem schwefelhaltige Dämpfe aufsteigen. Der Boden ringsum ist heiss genug, um Speisen darin zu kochen, was die Einheimischen am Wochenende ausgiebig tun. Eine weitere Thermalquelle, die Caldeira Velha im Zentrum der Insel, beeindruckt durch ihre Lage: Mitten im Wald, umgeben von riesigen Farnwedeln, ergiesst sich ein Wasserfall über rote Felsen in einen Pool, in dem man kostenlos baden kann.
Auf São Miguel gibt es mehrere Kraterseen. Der Lagoa do Fogo befindet sich im Landesinneren. Vom Kraterrand am Aussichtspunkt Pico da Barrosa hat man einen grandiosen Panoramablick auf den türkisgrünen See. Dieser füllt einen Einsturzkrater von 6 km Durchmesser, der 1563 durch einen gewaltigen Vulkanausbruch entstand. Die Caldeira das Sete Cidades ist die Hauptsehenswürdigkeit auf São Miguel und dementsprechend gut besucht in den Sommermonaten Juli und August, wenn die Hortensien blühen. Als ich im April zum Aussichtspunkt komme, bin ich fast allein und kann ungestört den Blick auf die Seen Lagoa Azul und Lagoa Verde geniessen, die wie eine Acht miteinander verbunden sind.
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Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.