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von Interview: Elisabeth Weise
"Besser als verdient!"
Angelika, du hast den Herrn als junge Frau kennengelernt. Kannst du uns erzählen, wie es dazu kam?
Ich hatte eine glückliche Kindheit in einem katholischen Elternhaus. Schon früh war mir bewusst, dass ich vor einem gerechten Gott nicht bestehen kann. Deshalb freute ich mich sehr auf die Erste Heilige Kommunion und die damit verbundene Beichte. Leider tat ich danach wieder böse Dinge! Ich realisierte, dass ich nie sündlos werden konnte, so sehr ich mich auch bemühte. Deshalb beschloss ich, Nonne zu werden mit dem Gedanken, dass Nonnen bestimmt ein heiliges und reines Leben führen.
Als junge Frau lernte ich auf einer Jugendfreizeit in einem Kloster meinen späteren Mann Helmut kennen, der kurz zuvor aufgrund der gleichen Fragen das Evangelium gehört und den Herrn Jesus als seinen Herrn und Retter angenommen hatte. Helmut erklärte mir immer wieder die Frohe Botschaft, bis ich verstand, dass es nicht darauf ankommt, wie gut ich bin, sondern dass Jesus Christus allein der Weg zum Vater ist.
Als du und Helmut geheiratet habt, gab es einige Widerstände. Wie sahen diese aus? Gab es Momente, in denen du gezweifelt hast, ob ihr auf dem richtigen Weg seid?
Nein, gezweifelt haben wir nie, aber die Herausforderungen waren wirklich gross.
Wir verstanden von der Bibel her, dass erst der Glaube kommt und dann die Taufe. Also liessen wir uns als Erwachsene noch einmal taufen. Ausserdem traten wir aus der Kirche aus. Das war für unsere Familien sehr schwer und unverständlich. Leider muss ich auch zugeben, dass wir uns damals als junge Gläubige nicht immer sehr weise verhielten ... Helmut erlebte auch berufliche Widerstände: Er war persönlicher Adjutant des Landrats und wurde auf eine weniger öffentlichkeitswirksame Stelle versetzt – das war Anfang der 90er-Jahre im damals noch streng katholischen Bamberg. Diese Erfahrungen waren hart und ich weinte viel, aber wir haben nie an unserem Glauben gezweifelt. In der Bibel steht ja, dass Nachfolge Anfeindungen mit sich bringt – in anderen Ländern kann es sogar den Tod bedeuten.
Mein Studium der katholischen Theologie brach ich schliesslich auch ab, weil ich darin keinen Sinn mehr erkennen konnte.
Du hast dir gewünscht, Mutter zu werden, bist aber nicht schwanger geworden. Wie war das für dich?
Das war echt hart! Meine Freundinnen wurden eine nach der anderen schwanger und ich – nichts! Mit der Zeit wurde ich immer verbitterter. Auf jeden dicken Bauch, den ich sah, war ich eifersüchtig. «Warum schenkt uns Gott keine Kinder, wenn es doch sein grundsätzlicher Wille ist?», fragte ich mich.
Lesen Sie das ganze Interview in ethos 02/2025
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factum – Mensch. Natur. Glaube.
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open hands – Hoffnung, die hilft.
Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.