Uhr
von Samuel Rindlisbacher

Delegierte Verantwortlichkeit contra Erwachsenwerden

Die Erzählung von Peter Pan – ein treffendes Beispiel unserer Zeit.

Peter Pan ist die klassische Geschichte eines Jungen, der nicht erwachsen werden will. Er braucht immer Spass – es darf nur keine Langeweile aufkommen. Droht diese aber einmal doch, dann wird schnell die Szene gewechselt und kurz ein Ausflug ins Weltall angehängt.

Das Modell «Peter Pan» scheint heute auch der Trend in unserer Gesellschaft zu sein. Man will nicht mehr erwachsen werden. Vielleicht ist Ihnen auch Mr. Bean bekannt, der tollpatschige Engländer, der von einem Missgeschick in das andere stolpert. Auch er hat seine Kindheit noch immer nicht abgestreift – selbst sein Teddybär begleitet ihn durch all seine Abenteuer. Wieder andere gleichen dem mumifizierten Michael Jackson. Er tat alles, um nicht erwachsen werden zu müssen. Doch woran liegt dieses krampfhafte Festhalten-Wollen an der ewigen Jugend? Das nicht Erwachsen-werden-Wollen?

In Südamerika, wo wir einige Jahre lebten, machten wir folgende Beobachtung: Die junge Generation musste schon sehr früh, von Kindesalter an, Verantwortung übernehmen. Da war beispielsweise eine Familie, deren zahlreiche Kinder auf eine bessere Schulbildung verzichten mussten, um damit dem Ältesten einen höheren Abschluss zu ermöglichen. Die ganze Familie musste mithelfen, um die finanzielle Absicherung zu garantieren. In einem anderen Land (in dem es Christen nicht einfach haben) muss sich die junge Generation klar entscheiden: Will ich Christ sein – mit allen Konsequenzen – oder lasse ich es bleiben? Auch sie muss schon sehr früh Verantwortung übernehmen.

Wir hingegen in unseren Breitengraden gleichen eher Peter Pan, dem Jungen, der nicht erwachsen werden will. Warum auch? Wir haben alles, kennen keine Not und leiden keine Verfolgung. Ausserdem müssen wir auf kein konkretes Ziel hinarbeiten. Selbst der Student kann sein Semester wiederholen, kann zum «ewigen Studenten» werden. Man wird nicht erwachsen!

Doch was bedeutet «erwachsen werden» überhaupt?

(Artikelauszug aus ethos 07/2016)

Zurück


Wir möchten Christen ermutigen, ihren Glauben zu leben und unserer Gesellschaft den Wertmassstab der Bibel aufzeigen.
Damit das gelingt, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.
 

Neue News

Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Die Schulmedizin steckt gerade in einer Vertrauenskrise. Ist sie reformbedürftig – oder bereits überholt? Sind alternative Heilmethoden die Lösung?

[mehr] Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Während des Zweiten Weltkriegs wurde von allen Kriegsparteien viel Propaganda verwendet, um den Gegner zu schwächen.

[mehr] Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Unter dem Badehaus

In den königlichen Gärten von Isfahan im alten Persien stand einst ein prächtiges Badehaus. Du fragst dich vielleicht: Was ist ein Badehaus?

[mehr] Unter dem Badehaus

Mehr entdecken

factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.