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von Paul Washer

Der grosse Wendepunkt

Über den Heiligen Geist: Verändernde Kraft und absolute Notwendigkeit. Das Geheimnis von Pfingsten.

«Ihr aber werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an den äussersten Rand der Erde» (Apg. 1,8).

Wie schon oft festgestellt, handelt es sich bei der Apostelgeschichte weniger um die Geschichte der Apostel als vielmehr um das Wirken des Heiligen Geistes durch diese Männer. Tatsächlich zeigt selbst die oberflächlichste Lektüre des Buches, dass der Missionsbericht der ersten Christen unmöglich auf menschlicher Leistung beruht.

Eine grosse Tragödie unserer Generation ist die Vernachlässigung und sogar Angst vor dem Heiligen Geist – als Ergebnis der vielen Irrlehren, die man über seine Person, sein Wirken und seine Erscheinungsformen verbreitete. Zahllose falsche Lehren, die im Widerspruch zu Gottes Wort stehen, wurden in seinem Namen verkündet. Überschäumende Emotionen, Fanatismus und ein Verhalten, das nicht zu den Heiligen passt, schrieb man fälschlicherweise dem Heiligen Geist zu – obwohl es der Frucht widerspricht, die er in seinem Wort zu bringen versprach.

All dies hat viele Christen dazu veranlasst, in Bezug auf den Geist so vorsichtig zu sein, dass seine Person und seine Kraft bei ihnen nur selten erwähnt werden. Ohne den Irrlehren und falschen Praktiken – die es zuhauf gibt – zum Opfer zu fallen, ist es aber notwendig, die absolute Unverzichtbarkeit des Heiligen Geistes in unserem Leben zu erkennen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Apostel. Seine verändernde Kraft in ihrem Leben lässt sich aus drei verschiedenen Perspektiven sehr gut feststellen: Das Wesen und Verhalten dieser Männer vor der Auferstehung, nach der Auferstehung und nach dem Pfingsttag.

Vor der Auferstehung

Durch die Bewunderung für die Apos­tel neigen wir oftmals dazu, sie auf ein Podest zu stellen und in ihnen mehr als blosse Menschen zu sehen. Das macht es schwer, uns mit ihnen zu identifizieren oder die wahre Quelle ihrer Kraft zu erkennen. Betrachtet man jedoch ihr Leben vor der Auferstehung, wird deutlich, dass sie Menschen waren wie wir – mit einer Natur wie der unseren und ähnlichen Leidenschaften unterlegen.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 06/2022

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