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von Johannes Vogel
Die «letzte» Generation
Den apokalyptischen Namen in der Überschrift geben sich die Aktivisten unserer Tage selbst. Wer ist diese Gruppe, die mit zivilem Ungehorsam die Regierung zwingen will, etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen? Immer wieder tauchen sie in Fernsehsendungen auf und reden über das, was sie umtreibt. Aus ihrer Sicht rast die Erde mit Lichtgeschwindigkeit in den Abgrund. Das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, sei eine Illusion, schon jetzt nicht mehr erreichbar. Kriege um Nahrung, Klimaflüchtlinge und Millionen Tote seien die unausweichliche Folge.
Es gilt, die Jugendlichen ernst zu nehmen, hinter jeder aufkommenden Strömung Menschen mit ihren Anliegen zu sehen und alles anhand von Gottes Wort zu prüfen. Aus biblischer Sicht ist jeder Aktivismus, der Gottes Plänen und Zielen entgegensteht, eine Verschiebung der Prioritäten. Was gut gemeint ist, kann falsch sein, wenn es im Widerspruch zur Bibel steht. Angesichts der Dauerpräsenz in den Medien ist es wichtig, das Gutmenschentum zu entlarven und der zunehmenden Hysterie und Panik die Wahrheit der Bibel entgegenzusetzen.
Die Beschäftigung mit der «letzten Generation» hat mir im Wesentlichen Folgendes deutlich gemacht:
Wie bewerten?
Verstehen Sie mich nicht falsch, als Bibelschulleiter geht es mir nicht in erster Linie um den wissenschaftlichen Aspekt rund um die Erderwärmung und den CO2-Ausstoss. Darüber kann und will ich nicht urteilen. Nein, ich meine damit den geistlichen Aspekt. Wie bewerten wir als Christen solche gesellschaftlich relevanten Bewegungen und wie sollen unsere Kinder damit umgehen? Gerade Kinder und Jugendliche werden in den Schulen mit dieser Art von Hoffnungslosigkeit und Aktionismus konfrontiert.
Im März 2022 startete die Evangelische Kirche ihre erste «Kampagne für Klimagerechtigkeit» und hat sich das Thema seitdem auf die Fahne geschrieben. Ihr Motto: «Es braucht klare Worte, entschlossene Hoffnung und tätige Umkehr, und es braucht sie jetzt!» Ein klasse Slogan, wie ich finde, aber leider meinen wir nicht dasselbe, wenn es um «klare Worte», «echte Hoffnung» und «tätige Umkehr» geht. Das wird deutlich, wenn man sich die Informationsbroschüre «Überlebenswert» der «Micha-Initiative Deutschland e. V.» anschaut. Hier steht eine neue ökologische Theologie im Mittelpunkt, die in vielen Kirchen und Glaubensgemeinschaften Anklang findet. Man hört Schlagworte wie «Green Faith», «Schöpfungsspiritualität» oder «Paradising» (das Paradies wiederherstellen).
Hat sich unser Auftrag als Christen tatsächlich verschoben oder erweitert? Ist es unsere Aufgabe, auf den «Klimazug» aufzuspringen und Seite an Seite mit den Klimaaktivisten für Gottes schöne Erde einzustehen?
Eines bleibt wie immer: Wir brauchen Gottes Wort, die Bibel, um diese Situation einordnen zu können. Mit unserem biblischen Wissen stehen wir als Christen zunächst einmal in einer Art «Klimazwickmühle». Aus 1. Mose 8,22 ist uns bekannt: Die Jahres- und Erntezeiten hören nicht auf, solange die Erde besteht. Aber einmal werden Himmel und Erde vergehen, zu der Zeit, die Gott bestimmt hat.
Das stimmt nachdenklich und motiviert dazu, die Bibel aufzuschlagen, um auch bei diesem Thema auf festem Boden zu stehen. Denn Gottes Wort hat immer recht! Ausnahmslos! Erinnern wir uns, was Hiob über seinen himmlischen Vater sagt: «Bei Ihm ist Weisheit und Stärke, Sein ist Rat und Verstand!» (Hiob 12,13).
Etikettenschwindel
Kann die selbsternannte letzte Generation wirklich die «letzte» auf Erden sein? Ich verneine dies entschieden. Denn selbst wenn Jesus uns heute entrücken würde, gäbe es diese Erde nach meinem biblischen Verständnis noch mindestens 1007 Jahre (7 Jahre Trübsalszeit und 1000 Jahre Millennium). Wer meint, dass die Erde zu unseren Lebzeiten untergeht, muss die Realität der Trübsalszeit und des 1000-jährigen Friedensreiches ignorieren, sonst geht die Rechnung nicht auf.
Der Begriff «letzte Generation» ist daher Etikettenschwindel.
Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 05/2023
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factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.
open hands – Hoffnung, die hilft.
Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.