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von Susanna Arn

Eltern am Limit

Warum biblische Prinzipien christliche Familien entlasten

Ein ständiges Empfinden von Stress, endlose To-do-Listen, das Gefühl, allem hinterherzuhinken, Übermüdung bis hin zu Versagensgefühlen und Angstzuständen, weil einem einfach alles über den Kopf wächst ... Das ist ein Zustand, in dem sich immer mehr Eltern befinden.

Viele Familien sind heute überlastet. Das bestätigen auch Eltern- und Familienberatungsstellen, die in den letzten Jahren einen signifikanten Anstieg hilfesuchender Eltern verzeichnen. So gab etwa das deutsche Müttergenesungswerk 2019 bekannt, dass laut Ifes-Studie 2007 in Deutschland 2,1 Millionen Mütter und 230 000 Väter sich in Kur begeben mussten. Und der Schweizer Elternnotruf registrierte in den vergangenen 40 Jahren eine Verzehnfachung der Beratungen.

Vielleicht steckst auch du in einem hektischen Familienalltag, fühlst eine Zerrissenheit beim Versuch, alles zu schaffen. Überforderung, weil es so viel zu beachten und zu erledigen gibt. Versagensgefühle, weil der Tagesablauf der Familie chaotisch und unruhig ist ... Auch christliche Eltern sind von dieser Ermüdung und Überforderung im Alltag nicht ausgenommen. Im Gegenteil, es kommt noch der Anspruch hinzu, eine christlich geprägte Familie zu sein. Und vielleicht geht es dir wie der jungen Mutter, die neulich mit der Not zu mir kam, dass sie eigentlich gar nicht mehr weiss, was für eine Familie wirklich wichtig ist! Überall bekommt sie so viele Inputs, auch «christliche», und immer heisst es, das eine sei das Entscheidende.

Warum heutige Eltern am Limit sind

Aber warum leben heute im Vergleich zu vor einigen Jahren immer mehr Eltern in einem Alltag, der sie überfordert?

Natürlich gibt es besondere Umstände oder Phasen, die Familien an ihre Grenzen bringen können, wie z. B. ein chronisch krankes Kind oder die Krankheit eines Elternteils. Aber das sind Ausnahmen oder zeitlich begrenzte Situationen. Bei der überwiegenden Mehrheit liegt die Ursache für die Erschöpfung im Familienalltag woanders: in den unendlichen Möglichkeiten unserer Zeit sowie im heutigen Familien- und Rollenbild, das sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt und die Anforderungen an Eltern enorm gesteigert hat.

Denn zum heutigen Idealbild einer Familie gehört, dass sie alles schaffen und bieten soll. Das fängt bei «harmlosen» Dingen an, wie dass es materiell an nichts fehlen darf und individuelle Wünsche immer erfüllt werden. Es geht aber weiter bis hin zu radikalen Vorstellungen wie der gleichberechtigten Rollenaufteilung der Eltern, in der sich jeder nach seinen (beruflichen) Möglichkeiten entfalten und jeder für alles gleich viel Verantwortung übernehmen soll.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 7+8/2024

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