Uhr
von Kevin Winterhoff
Fliegende Edelsteine
Der Eisvogel gehört zweifellos zu den attraktivsten und auffälligsten Vogelarten Mitteleuropas. Mit seinem leuchtenden Federkleid erinnert er beim Flug an einen funkelnden Edelstein. Menschen fanden ganz verschiedene Bezeichnungen für ihn: Seespecht, Paradiesvogel, Blauspecht, Wasserspecht. Woher der Name Eisvogel wirklich stammt, ist bis heute ungeklärt. Sicher ist, dass er nichts mit Eis und Schnee zu tun hat. Einige Experten vermuten, es läge an der eisblauen Rücken- und Kopffarbe, andere wiederum verweisen auf die Verbindung zum altdeutschen «eisan» (= glänzen oder schillern), während manche das baskische Wort für Wasser «iz» als Wortherkunft für wahrscheinlich halten.
Liebe auf den ersten Blick
Mit fünf Jahren kam ich zum ersten Mal mit dem etwa sperlingsgrossen Fischjäger in Berührung. Mein Vater und ein Freund hatten Fotos von ihm geschossen, die mich dermassen faszinierten, dass ich mich gleich in ihn verliebte. So war es mein grösster Wunsch, ihn einmal selber beobachten zu dürfen.
Viele Jahre später, im Februar, befand ich mich auf Streifzug an einem nahe gelegenen Fluss. Der Schnee wehte mir um die Ohren, die Wassertemperatur betrug kaum mehr als 2 °C, als plötzlich ein kleiner blauer Blitz an mir vorbeischoss. «Das ist er, der Eisvogel!» Hastig begab ich mich in Deckung und bemerkte nach kurzer Zeit etwa sechs verschiedene Tiere, die sich gegenseitig aufscheuchten und von den besten Ansitzästen verjagten. Offensichtlich war Balzzeit und die Vögel kämpften um die besten Brutreviere. Voller Vorfreude baute ich am nächsten Morgen mein Tarnversteck an einer geeigneten Stelle auf. Versehen mit Wathose und Dreibeinhocker sass ich nun im knietiefen Wasser am Rande des Flussbettes und wartete und wartete … bis mich ein innerer Dämmerzustand überkam …
«ZIIIItiii!» Blitzschnell war ich hellwach – hatte ich nur geträumt oder war gerade wirklich ein Eisvogel in der Nähe meines Zeltes gelandet? Vorsichtig schaute ich hinaus und traute meinen Augen nicht: Ein Eisvogel sass auf einem kaum mehr als sechs Meter entfernten Ast. Immer wieder knickste er mit seinem Schwanz und bewegte sich aufgeregt hin und her. Beim ersten Morgenlicht fing er an, kleine Fische zu suchen. Mehrmals schoss er nach einem kurzen Flatterflug ins Wasser. Dabei blieb er manchmal – einem Kolibri gleich – auf der Stelle stehen, rüttelte in der Luft, um sein Ziel anzuvisieren, und stürzte sich alsbald wieder auf neue Beute.
(Artikelauszug aus ethos 1/2017)
Wir möchten Christen ermutigen, ihren Glauben zu leben und unserer Gesellschaft den Wertmassstab der Bibel aufzeigen.
Damit das gelingt, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.
Neue News
Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?
Die Schulmedizin steckt gerade in einer Vertrauenskrise. Ist sie reformbedürftig – oder bereits überholt? Sind alternative Heilmethoden die Lösung?
[mehr] Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen
Während des Zweiten Weltkriegs wurde von allen Kriegsparteien viel Propaganda verwendet, um den Gegner zu schwächen.
[mehr] Aus Satans Trickkiste: Zweifel säenUnter dem Badehaus
In den königlichen Gärten von Isfahan im alten Persien stand einst ein prächtiges Badehaus. Du fragst dich vielleicht: Was ist ein Badehaus?
[mehr] Unter dem BadehausMehr entdecken
factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.
open hands – Hoffnung, die hilft.
Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.