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von Elisabeth Weise
Gegenentwurf möglich?
Nach den Sommerferien bringt die 10-jährige Tochter überraschende Neuigkeiten mit aus der Schule: «Mama, unsere Englischlehrerin sagt, dass sie jetzt ein Mann ist. Wir sollen sie nicht mehr mit Ms., sondern mit Mr. ansprechen.»
Unsere Drittklässlerin erhielt die neue Lektüre für den Deutschunterricht, die vom Bundesland für alle Grundschüler finanziert wurde. Als «spannendes, pädagogisch wertvolles Lesevergnügen» wird das Buch beworben. Es wimmelt so sehr von Okkultismus und Magie, dass unsere Tochter abends kaum einschlafen kann. Niemand sonst scheint etwas Besonderes daran zu finden.
«Keiner kann euch sagen, wer ihr in zehn Jahren sein werdet», verkündet der Biolehrer unseres Sohnes seinen 15-jährigen Schülern. «Ihr dürft gespannt sein, in welchen Körpern und mit welchen Identitäten ihr dann leben werdet.»
Auf dem Gymnasium, das die grossen Mädchen besuchen, sind viele Schülerinnen in den heissen Sommerwochen sehr unanständig gekleidet. Ein Lehrer wagt die vorsichtige Aussage, dass Hot Pants und bauchfreie Shirts nicht unbedingt angemessene Schulkleidung sind. Ein Sturm der Entrüstung bricht los, Schülerinnen der Oberstufe organisieren eine Demonstration gegen diesen Lehrer, der seitdem den Ruf eines rückständigen Frauenfeindes nicht mehr loswird.
Gegen den Zeitgeist
Ein kleiner Ausschnitt aus unserem Alltag als Eltern von fünf Kindern. Je länger je mehr wird uns bewusst, dass wir unsere Kinder gegen den Zeitgeist erziehen, inmitten einer Gesellschaft, die sich zunehmend von Gottes Massstäben entfernt. Manchmal ertappen wir uns beim ängstlichen Sorgen: Was werden unsere Kinder alles noch erleben? Wie können wir überhaupt erwarten, dass sie als junge Erwachsene einmal mutig zu einem unpopulären Glauben stehen, mit der Sexualität bis zur Ehe warten, ihr Geschlecht und damit verbundene Aufgaben als gottgegeben anerkennen und an der Autorität der Bibel festhalten? Ist das nicht völlig unrealistisch? Wird der antichristliche Sog, dem man sich in der analogen und noch mehr der digitalen Welt kaum noch entziehen kann, nicht zu stark für sie werden?
Doch obwohl Gottes Wort die Versuchungen und Herausforderungen, denen man als Christ begegnet, nicht kleinredet, ermutigt es doch immer wieder. «Hast du nicht Hiob und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingehegt?», beschwert sich der Teufel bei dem allmächtigen Gott, vor dessen Thron er erscheinen muss. Er kann weder Hiob noch seine Familie irgendwie antasten, solange Gott ihm das nicht erlaubt. Wie von einer unsichtbaren Mauer umgeben, stehen Hiob und seine Kinder unter Gottes Schutz. Was für ein Trost auch für uns, dass wir kein Spielball in den Händen eines übermächtigen Gegners sind, sondern dass unser Gott als der Höchste über allem steht! Ein anderes biblisches Ehepaar wird sich bestimmt oft wie ein unbedeutender Spielball in den Händen einer Weltmacht gefühlt haben: Amram und Jochebed. Die beiden haben in einer äusserst schwierigen Zeit, inmitten einer heidnischen Kultur, umgeben von «Gläubigen», die inzwischen selbst ägyptische Götzen anbeteten, drei Führungspersönlichkeiten für das Volk Gottes erzogen. «Ich habe Mose, Aaron und Miriam vor dir her gesandt», erinnert Gott sein Volk. Es ist also möglich, in einer gottlosen Umgebung einen Gegenentwurf zu starten. Als gläubige Familie muss man nicht unbedingt in einer gläubigen Gesellschaft leben. Man kann gegen den Strom schwimmen. So war es auch bei den ersten Christen, die in einer Welt voller Grausamkeit, Kaiserkult und sexueller Unmoral ihre Kinder für Jesus erzogen. Wir befinden uns also in guter Gesellschaft und wollen es zuversichtlich, selbstbewusst und fröhlich wagen, anders zu sein als unser Umfeld.
Nachfolgend vier einfache, aber wichtige Prinzipien:
Liebe
Wenn wir alles täten, um unsere Kinder gut zu erziehen, aber sie nicht unsere Liebe spüren würden, bliebe unser ganzes Tun sinnlos. Liebe ist das Geheimnis erfolgreicher Erziehung.
Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 05/2022
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factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.
open hands – Hoffnung, die hilft.
Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.