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von HMK – Hilfe für verfolgte Christen
Gott öffnete die Tür
Der Beamte legte Fotos vor mir auf einen Tisch. Sie zeigten mich vor meinem Hotel und in einem Restaurant, in dem ich mich mit einheimischen Christen getroffen hatte. Ganz offensichtlich war ich von der sudanesischen Regierung beschattet worden. Ich schaute nervös auf meine Uhr. Mein Flugzeug würde bald abheben ...
Vorbereitet von Gott
Mein Vater war Pastor und erlebte immer wieder Schikanierungen durch den kommunistischen Staat. Er wurde sogar inhaftiert. Bereits im Teenageralter gab er mir Richard Wurmbrands Buch «In Gottes Untergrund» und meinte: «Das solltest du mal lesen.» In der Schule lernten auch meine Geschwister und ich Ausgrenzung kennen, weil wir nicht zu den «Jungen Pionieren» gehörten und uns weigerten, das dazugehörige rote Halstuch zu tragen.
Erste Erfahrungen im Gefängnis
Nachdem meine Kamera und mein Laptop konfisziert worden waren, verhörten mich die Beamten 24 Stunden lang. Sie wollten alles wissen über jede Person, die ich während meines Aufenthalts im Sudan getroffen hatte. Dann wurde ich in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht, in eine Zelle, die mit sechs anderen Männern schon mehr als überfüllt war.
Am nächsten Morgen fragten mich meine Zellengenossen über weltweite Neuigkeiten aus. Als ich den Anschlag des IS in Paris erwähnte, fingen sie an zu jubeln und schrien: «Allahu akbar!» («Allah ist gross!») Offensichtlich waren sie Anhänger des IS. Während ihrer Gebetszeiten zwangen sie mich, mein Gesicht von ihnen abzuwenden und in der Toilettenecke zu stehen. Sie lasen stundenlang aus dem Koran vor, und ich fragte mich, wie lange ich dies aushalten könnte, ohne meinen Verstand zu verlieren. Ich besass keine Bibel und war auf die Verse angewiesen, die ich auswendig gelernt hatte und an die mich Gott erinnerte. Am schlimmsten war die Trennung von meiner Familie. Hatten sie überhaupt eine Ahnung, wo ich war?
Der Druck nimmt zu
Nach einigen Wochen erinnerte mich Gott an Offenbarung 4,8: «Und eine jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren aussen und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.» Wenn die vier Gestalten eine ganze Ewigkeit lang «heilig, heilig, heilig» rufen konnten, dann könnte ich doch sicherlich dieselben Worte eine Minute oder auch eine Stunde lang sagen, dachte ich. Genau das tat ich von da an und richtete so meine Gedanken auf den Herrn. Ausserdem begann ich, gezielt für andere verfolgte Christen zu beten.
Dann änderte sich die Atmosphäre in meiner Zelle. Meine Zellengenossen machten mir deutlich, dass ich in ihren Augen ein Abtrünniger war. Sie nannten mich «dreckige Ratte» oder «dreckiges Schwein» und zwangen mich, stundenlang in einer Ecke zu stehen, während sie mit einem Besenstiel auf mich einschlugen. Eine Tracht Prügel war besonders schlimm. Ein schwergewichtiger Insasse hatte mich mit seinen Füssen traktiert. Ich vermutete eine gebrochene Rippe. Doch jedes Mal erinnerte ich mich daran, wie Jesus von den römischen Soldaten geschlagen und bespuckt worden war. Trotz dieser körperlichen Misshandlung tat Gott ein Wunder: Er gab mir Frieden ins Herz!
Eines Tages schärften meine Mitgefangenen die Kante eines Metalltellers und drohten, mir damit den Hals durchzuschneiden. Wie durch ein Wunder bekam der Wärter die Mordpläne mit und verlegte mich umgehend. Gott muss ihn geschickt haben, um mein Leben zu retten!
(Artikelauszug aus ethos 01/2018)
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open hands – Hoffnung, die hilft.
Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.