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von Roland Gerth

Island im Herbst

Den nordischen Inselstaat Island mit seiner spektakulären Landschaft aus Gletschern, Vulkanen, Lavafeldern und Wasserfällen habe ich schon einige Male besucht, aber noch nie im Herbst. Deshalb flog ich im September 2023 erneut nach Keflavik und besorgte mir einen Mietwagen, um das Land in dieser Jahreszeit zu erkunden.

Westen

Erstes Ziel war Perlan, das weithin sichtbare Wahrzeichen Reykjaviks. Auf dem Heisswassertank thront eine futuristisch anmutende Glaskuppel mit einem Drehrestaurant samt Aussichtsplattform. Vor allem in der Abenddämmerung bietet sich von hier oben ein fantastischer Blick über die isländische Hauptstadt.

Von Reykjavik aus startete ich meine Inselrundfahrt gegen den Uhrzeigersinn. Auf dem Weg zum Geothermalgebiet Krisuvik machte ich einen Zwischenstopp im Küstenort Grindavik, um ein paar Vorräte zu kaufen. Nichts deutete darauf hin, dass zwei Monate später ganz in der Nähe ein Vulkan ausbrechen würde und der Ort evakuiert werden musste.

Einige Kilometer südlich von Krisuvik kam ich am Graenavatn (Grüner See) vorbei. Die ungewöhnliche grüne Farbe des Vulkansees ist auf den hohen Schwefelgehalt des Wassers und die erstaunliche Tiefe von 45 Metern zurückzuführen.

In Krisuvik kann man auf gut ausgebauten Stegen und Plattformen vulkanische Aktivitäten wie blubbernde Schlammtöpfe und dampfende Quellen beobachten; sehenswert sind auch die vielfarbigen Mineralablagerungen.

Süden

Ein erstes Highlight erwartete mich an der Südküste Islands mit dem Seljalandsfoss. Das Besondere an diesem Wasserfall mit einem Gefälle von 60 Metern ist ein Weg, der hinter dem Wasserfall verläuft. In der Felswand hinter dem Wasserschleier befindet sich eine grosse Höhle, die eine komplette Umrundung erlaubt, was besonders bei Sonnenuntergang ein faszinierendes Erlebnis ist.

In der Nähe von Landeyasandur münden mehrere Flüsse und Bäche ins Meer. Einige sind durch eisenhaltige Mineralien rot gefärbt. Hier konnte ich mit der Drohne von oben Motive fotografieren, die wie abstrakte Gemälde wirken.

Das Kap Dyrholaey liegt westlich von Vik und markiert den südlichsten Punkt Islands. Seinen Namen verdankt es einem Felsen, der an ein riesiges Tor mitten im Meer erinnert.

Lesen Sie die ganze Farbreportage in ethos 10/2024

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