Uhr
von Karl Schwendener

Kamtschatka

Land der Vulkane und Bären.

Bis 1990 war Kamtschatka militärisches Sperrgebiet und eine der am besten abgeschotteten Gegenden der Erde. Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion öffnete sich das Tor zu diesem einzigartigen Landstrich etwas und der Tourismus begann sich langsam zu entwickeln. Heute gilt Kamtschatka mit seiner unberührten, menschenleeren Wildnis als Geheimtipp für manche Abenteurer und Entdecker.

Da es wenig Strassen gibt, ist Reisen nach wie vor schwierig. Oft bietet der Helikopter die einzige Möglichkeit, abgelegene Vulkane und Nationalparks zu besuchen. Als riesige Halbinsel liegt Kamtschatka am östlichsten Ende Russlands. Die Fläche der 1200 km langen und bis zu 450 km breiten Landzunge beträgt 370 000 Quadratkilometer, ist also knapp 9-mal grösser als die Schweiz. Auf Kamtschatka gibt es über hundert Vulkane, von denen rund 30 aktiv sind – eine Dichte, die man sonst nirgendwo auf der Welt antrifft.

Vorsicht, Bären!

An einem Nachmittag im September 2017 fliegen wir in einem alten Transporthelikopter, zwischen Kisten und Rucksäcken sitzend, zum Vulkan Karymsky. In einer alten, zerfallenden Vulkanologen-Hütte finden wir Unterschlupf, übernachten muss man in Zelten. Der Karymsky raucht ganz schön, aber leider zeigt er uns keine Eruptionen. Auf einer Wanderung zu einem grossen Kratersee begegnen wir einem Bären. Diese können überall auf unserer Reise vorkommen, es ist also immer Vorsicht geboten.

Es dampft, blubbert – und stinkt

In die Gegend der beiden Vulkane Gorely und Mutnowski führt eine holprige Schotterstrasse südwärts, fünf Stunden Fahrt in unserem alten Expeditionsfahrzeug erwarten uns. Noch am Nachmittag steigen wir die 600 Höhenmeter hinauf zum flachen Gipfel des Gorely, der zwei grosse, zerrissene Krater aufweist – ein eindrückliches Erlebnis. Nach einer Nacht im Zelt fahren wir durch wegloses Gelände, durch Bäche und Flüsse hoch zum Mutnowski. Ein langer und steiler Aufstieg bringt uns in eine unwirkliche Gegend. Zwischen gelblich verfärbten Gletscherresten zischen dampfende Löcher und Hügel. Überall blubbert und stinkt es von Schwefel.

Lesen Sie den ganzen Bericht und betrachten Sie die eindrücklichen Bilder in ethos 07/2019.

Zurück


Wir möchten Christen ermutigen, ihren Glauben zu leben und unserer Gesellschaft den Wertmassstab der Bibel aufzeigen.
Damit das gelingt, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.
 

Neue News

Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Die Schulmedizin steckt gerade in einer Vertrauenskrise. Ist sie reformbedürftig – oder bereits überholt? Sind alternative Heilmethoden die Lösung?

[mehr] Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Während des Zweiten Weltkriegs wurde von allen Kriegsparteien viel Propaganda verwendet, um den Gegner zu schwächen.

[mehr] Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Unter dem Badehaus

In den königlichen Gärten von Isfahan im alten Persien stand einst ein prächtiges Badehaus. Du fragst dich vielleicht: Was ist ein Badehaus?

[mehr] Unter dem Badehaus

Mehr entdecken

factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.