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von Luba Ertel

Kombucha

Gesund und trotzdem prickelnd und überraschend lecker

Ich habe lange gedacht, dass selbstgemachte Limonaden nicht erfrischend schmecken können. Doch letztes Jahr habe ich mich an fermentierte Getränke getraut. Vor allem im Sommer kommt Lust auf etwas Spritziges, Fruchtiges und Erfrischendes auf. Da passt Kombucha wunderbar: angenehm prickelnd, leicht säuerlich und geschmacklich individuell anpassbar. 

Zugegeben: Der Teepilz  «Scoby» sieht nicht besonders appetitlich aus, er erinnert etwas an eine Qualle. Die Tatsache, dass er aus Hefen und Bakterien besteht, braucht vielleicht etwas Überwindung. Aber diese «Tierchen» finden wir auch in Joghurt, Sauerkraut, Wein, Essig uvm. In vielen gesunden Lebensmitteln also – das gilt auch für Kombucha. Kombucha ist nichts anderes als fermentierter, gezuckerter Tee. Man braucht dazu schwarzen oder grünen Tee, Zucker, Wasser und einen Scoby. Keine Sorge: Der Zucker wird während der Fermentation grösstenteils in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Dabei entsteht zwar zunächst Alkohol, doch dieser wird von den Essig- und Milchsäurebakterien weiterverarbeitet und in Säure umgewandelt – weshalb Kombucha trotz Gärung kein alkoholisches Getränk ist. Je wärmer, desto schneller arbeiten die Bakterien.

Scoby erhält man online oder im Bekanntenkreis. Einmal damit begonnen, hat man rasch mehr als genug – Kombucha vermehrt sich mit jeder Fermentation. Eine kleine Investition, die lange Freude macht. Und das Schönste: Nach der Fermentation lässt sich der Kombucha mit Beeren, Kräutern oder Ingwer verfeinern (Zweitfermentation). Hier kann man sich geschmacklich austoben: z. B. Erdbeeren mit einem Spritzer frischer Zitrone und etwas Minze aus dem Garten.

Nach dem Sommer kann man den Scoby in «Kombucha-Flüssigkeit» einlegen und in einem geschlossenen, sauberen Glas im Kühlschrank mehrere Monate lagern.

Das Rezept und weitere Hinweise finden Sie in ethos 02/2026

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