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von Karl Schwendener

Komoren – Inseln fernab des Tourismus

Diese Inseln haben so einiges zu bieten: eine unverfälschte Kultur, abwechslungsreiche Landschaften mit Vulkanen; Urwälder, Kokospalmen, Mangroven, Gewürzbäume, urtümliche Ortschaften und paradiesische Strände.

Die Inselgruppe der Komoren, welche alle vulkanischen Ursprungs sind, liegen zwischen dem afrikanischen Festland und Madagaskar. Grande Comore, Anjouan, und Mohéli gehören zur «Union der Komoren», Mayotte zu Frankreich.

 

Gewürzinsel Mohéli

Mit dem Jeep des Hotelchefs erkunden wir zwei Tage auf abenteuerlichen Strassen die kleine Gewürzinsel Mohéli. Nur wenige Strecken sind asphaltiert. Urwälder, abgelegene Buchten mit Traumstränden, kleine Dörfer mit Lehmhäusern und der Duft von Gewürznelken und Pfeffer prägen das Bild der Insel. Wir staunen, wie die asphaltierten Teilstücke der Strasse zum Trocknen von Pfefferkörnern und Gewürznelken gebraucht werden.

 

Markt

Der bunte Markt in Moroni, der Hauptstadt der Komoren, ist für uns ein grosses Erlebnis. Fotografieren hingegen ist schwierig, denn wir sind die einzigen Touristen hier und fallen dementsprechend auf. Immer wieder haben wir das Gefühl, die eigentliche Attraktion des Marktes zu sein.

 

Vulkan Karthala

Schweissgebadet nehmen wir den steilen Aufstieg zum Gipfel des 2361 m hohen Vulkans Karthala unter die Füs­se. Die schwüle Hitze und der schwere Rucksack machen uns schwer zu schaffen. Da wir ohne Führer unterwegs sind, wird jede Gabelung des Weges zur Herausforderung. Bereits haben wir mehr als zwei Stunden verloren, weil wir nicht immer den richtigen Weg gefunden haben. Nun aber liegt der Regenwald hinter uns, die Nebelgrenze ist erreicht. Nach insgesamt fast achtstündigem anstrengendem Aufstieg gelangen wir zu einem Grat. Wir markieren diese Stelle, damit wir auch den Rückweg wieder finden. Gegen 18 Uhr stellen wir unser Zelt auf. Ein starker Wind bläst, es wird richtig kalt hier oben.

Am nächsten Morgen starten wir frühzeitig. Bald erreichen wir den riesigen Krater, dessen Durchmesser mehrere Kilometer beträgt. Wir steigen in den Krater ab und kommen nach einer weiteren Stunde zum aktiven Teil des Vulkans, einem rund 200 m tiefen Loch mit einem grünen See. Es raucht und dampft aus vielen Spalten!

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