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von Roland Gerth

La Réunion

Trauminsel der Vulkane, Küsten und Wasserfälle.

Östlich von Madagaskar, in gut 700 Kilometer Entfernung, liegt die Insel La Réunion. Mit einer Grösse

von 2512 Quadratkilometern wird sie aus zwei Vulkanen gebildet, wobei der Piton de la Fournaise noch äus-serst aktiv ist. Das gebirgige Relief ist ein wahres Wanderparadies; die höchste Erhebung macht mit 3071 Metern der Piton des Neiges aus, der von den drei Talkesseln, die sogenannten Cirques, umsäumt wird. Die Insel ist stark vom Mutterland Frankreich und der EU abhängig. 2007 erklärte man 40 Prozent der Insel zum Nationalpark und 2010 wurde La Réunion in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.

Westen

Dieser Naturreichtum veranlasste mich im Jahr 2015, La Réunion zu besuchen. Nach zehnstündigem Flug landete ich in der Hauptstadt Saint-Denis, holte den Mietwagen ab und machte mich auf zu meiner ersten Unterkunft. Diese befand sich im Nordwesten der Insel, an der Strasse zum Aussichtspunkt Cap Noir. Am nächsten Morgen fuhr ich um fünf Uhr den Rest der kurvenreichen Strasse hoch. Nach einem kurzen Fussmarsch in der Dämmerung erreichte ich eine mit einer Mauer gesicherte Plattform hoch über dem Cirque de Mafate. Keinen Moment zu früh, denn im Osten begannen bereits die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne zu leuchten.

Nächstes Ziel war der Aussichtspunkt Piton Maido, einer der Höhepunkte auf der Westseite der Insel. Die Strasse führte in unzähligen Kehren bis auf 2200 Meter Höhe. Unterwegs durchbrach ich die Nebeldecke und oben angekommen erwartete mich ein grandioser Anblick: Ein Nebelmeer, welches sich im Licht der untergehenden Sonne langsam rötlich verfärbte, Nebelschwaden, die den Hügelketten entlangzogen und schliesslich das berauschende Farbenspiel des Nachglühens, nachdem die Sonne untergegangen war.

Süden

Nach drei Tagen wechselte ich die Unterkunft und fuhr in den Süden nach Petite-Ile. Die neuen Vermieter gaben mir den Tipp, unbedingt das Cap Méchant zu fotografieren. Frühmorgens besuchte ich deshalb diese Küste.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 04/2021.

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