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von Patrick Frischknecht

Lüneburger Heide im Spätsommer

Farbrausch – Stille – Weite

Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist ein Naturpark im Norden Deutschlands und bildet mit 23 000 Hektaren die grösste zusammenhängende Heidefläche Mitteleuropas.

Auch wenn die Region in der Blütezeit sehr beliebt ist, sorgt ein gut ausgebautes Wegenetz dafür, dass man auch in der Hochsaison problemlos einsame Orte und wenig benutzte Pfade findet.

Die Grüntöne der allgegenwärtigen Wacholder, Kiefern, Birken und Eichen ergänzen sich farblich mit der rosa bis violett blühenden Besenheide. Die Bäume wachsen in den unterschiedlichsten Grössen und Formen und sind sowohl in der offenen Heide als auch in den wunderbar dichten Wäldern zu finden.

Weite Flächen, kleine Anhöhen und uralte Moorgebiete laden zum Verweilen ein. Zahlreiche Wege führen durch das weitläufige Schutzgebiet, welches zu Fuss, mit dem Fahrrad oder bei einer unterhaltsamen Kutschfahrt erkundet werden kann. Unterwegs helfen Wegweiser und punktuelle Übersichtstafeln bei der Orientierung.

Manche Routen sind beschauliche Spaziergänge, andere sind ausgedehnte Wanderungen oder Radtouren. Unterwegs laden immer wieder Bänke zum Verweilen ein und auch idyllische Picknickplätze gehören zur hervorragend gepflegten «Infrastruktur».

Sollte man sich beim Start für einen (zu) langen Rundweg entschieden haben, bringt einen der kostenlose Shuttlebus samt Fahrrad wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Das Auto eignet sich grundsätzlich nur für die Anreise zu einem der Parkplätze (siehe Box). Viele dieser Ausgangspunkte sind auch mit dem ÖV problemlos erreichbar.

Wilseder Berg

Das Herzstück des Naturparks ist für mich das Gebiet um den Wilseder Berg. Dieser ist mit knapp 170 Metern die höchste Erhebung in ganz Norddeutschland und der perfekte Ort, um bei Sonnenuntergang die Fernsicht zu geniessen. Am besten beginnt man den Tag am Totengrund. Das ist eine mit Heide, Wacholder und Birken bewachsene Talsenke. An kühlen Morgen kann man mit etwas Glück bei Sonnenaufgang zwischen den Bäumen leuchtende Nebelschwaden im Gegenlicht bewundern. Von hier aus führen verschiedene Wege in die malerische Häusersiedlung Wilsede.

Lesen Sie die ganze Farbreportage in ethos 03/2025

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