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von Dr. rer. nat. Markus Blietz

Mensch und Maschine

Entwickeln wir uns zum Cyborg?

Wir leben in einer Zeit des rasanten technologischen Fortschritts. Die Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung begegnet uns überall. In der Industrie spricht man von Industrie 4.0, der vierten industriellen Revolution. Das hat Auswirkungen auf unser Arbeitsleben und die Wirtschaft. Aber auch in der Schule und zu Hause spüren wir alle die Veränderungen.

Braucht der Mensch ein Upgrade?

Aber was ist mit dem Menschen? Er ist immer noch das alte Modell «Mensch Version 1.0». Kann diese Version noch mit dem technologischen Fortschritt mithalten oder braucht auch sie ein Upgrade? Vielleicht ein «Mensch Version 2.0»? Bedarf es einer Weiterentwicklung, wie sie die «Transhumanisten» anstreben? (von lateinisch «trans» = «darüber hinaus» und «humanus» = «menschlich»).

Die Reichen und Klugen dieser Welt machen sich dazu ernsthaft Gedanken. Einer von ihnen ist Prof. Yuval Harari, ein israelischer Historiker. Harari ist der Meinung, dass zukünftig der Mensch mit Maschinen verschmelzen und dadurch zu einem «Cyborg» werden wird. Dieser Begriff setzt sich aus den englischen Begriffen «cybernetic» und «organism» (= kybernetischer Organismus) zusammen. Ein Cyborg ist somit ein Mischwesen aus biologischen und künstlichen Komponenten.

Nach Harari wird der Mensch dadurch auf der Evolutionsleiter weiter nach oben klettern und sich vom gegenwärtigen Menschen so sehr unterscheiden, wie wir uns heute vom Schimpansen unterscheiden. Der Mensch wird gottähnlich werden und den Tod überwinden, so Harari. Davon sind auch andere überzeugt. Der Physiker Prof. Michio Kaku sagt: «Im Jahr 2100 werden wir wie die Götter werden, die wir einst anbeteten und fürchteten. Wir werden das aber nicht mit Hilfe von Zauberstäben und Zaubertränken erreichen, sondern mit Hilfe von Informations- und Nanotechnologie, künstlicher Intelligenz, Biotechnologie, und v. a. auch der Quantentheorie.»

Entwicklungsstufen zum Cyborg

Die Entwicklung des neuen Menschen soll dabei im Wesentlichen in drei Stufen erfolgen. Die erste Stufe sind Roboter und künstliche Intelligenz. Dieser Schritt spielt sich gerade vor unseren Augen ab. Automatisierte Fertigungsstrassen in der Automobilindustrie und schachspielende Computer sind nur zwei Beispiele dafür. Als Nächstes sollen Roboter in den Haushalt einziehen und uns viele Arbeiten erleichtern. An der Entwicklung dieser Maschinen wird weltweit fieberhaft gearbeitet.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 05/2024

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