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von Christian Heeb

Mexikos «Baja California»

Noch immer ein Geheimtipp

Sanft gleitet mein Kajak über das stille, türkisfarbene Wasser des Golfs von Kalifornien. Über mir schweben mehrere Fregattenvögel und am Horizont segeln Pelikane knapp über der Wasseroberfläche. Wie gewohnt bleiben sie in geringer Höhe, bis ihre Bäuche fast das Meer berühren, erst dann bewegen sie die Flügel wieder und gewinnen etwas an Höhe. Sie fliegen immer in einer Reihe und es kommt mir fast so vor, als hätten sie die Formation einstudiert. Scherzhaft nennen wir sie «Mexikanische Luftwaffe».

Baja California, also Niederkalifornien, ist eine über 1200 Kilometer lange Halbinsel, die sich von der US-Grenze in Kalifornien weit nach Süden ausdehnt. Diese riesige und sehr karge Wüstenhalbinsel ist vom mexikanischen Festland durch den Golf von Kalifornien getrennt, der in Mexiko «Meer von Cortes» (Mar de Cortez) genannt wird. Dieses Meer ist reichhaltig an Lebewesen. Auf der anderen Seite der Halbinsel, in den stillen Buchten der Pazifikküste, tummeln sich im Winter die Wale. Sie bringen dort ihre Jungen zur Welt und nutzen die Plankton-reichen Gewässer zum Überwintern. «Whale Watching» ist mittlerweile zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden.

Manchmal springen vor meinem Kajak auch grosse Rochen durch die Luft und landen mit einem lauten Klatschen wieder auf dem Wasser. Meist paddle ich ein paar Kilometer den Strand hoch, um dort in den heissen Quellen zu baden, am Ufer zu sitzen oder einfach etwas Bewegung zu haben.

Richtig dramatisch wird die Szenerie nördlich der kleinen Ortschaft Catavina, etwa 450 Kilometer südlich der US-Metropole San Diego.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 05/2022

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