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von Yvonne Schwengeler

Mit dem Tod ist alles aus!

Was, wenn nicht?

Wenn ich tot bin, bin ich tot, deshalb erübrigt sich die Frage nach Gott. Eine Handvoll Asche, vom Wind verweht, das ist alles, was von mir bleiben wird.»

Ja, es stimmt, wer tot ist, ist tot. Es gibt keine Rückkehr in dieses Leben. Aber bedeutet das auch das Ende unseres Ichs?

Was jenseits der Todeslinie sein wird, hat die Menschen schon immer beschäftigt. Vermutlich sind die meisten bei dieser Frage gespalten. Einerseits ist die Vorstellung der völligen Auslöschung unerträglich, andererseits könnte ein Weiterleben bedeuten, dass man sich vor Gott für sein Leben verantworten müsste.

Erstaunlich, dass jedes Volk dieser Erde zu allen Zeiten irgendeinem Gott gehuldigt hat. Das ist ein Hinweis, dass Gott das Bewusstsein seiner Existenz in den Menschen gelegt hat und seine Anbetung möchte. So sehr der Mensch sich auch bemüht: Er wird Gott nicht los!

Seit Darwin gilt: Wir kamen vom Nichts und werden ins Nichts gehen. Dieses Leben ist letztlich nur ein bedeutungsloses Intermezzo in einem unpersönlichen Universum. Deshalb heisst die Devise: Lebe dein Leben nach deinen Vorstellungen, nimm und geniesse. Es existieren weder Himmel noch Hölle, weder Gott noch Teufel.

In einer sinnlosen Welt, in der der Zufall regiert, gibt es demnach auch keinen absoluten Massstab für menschliches Verhalten, für Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe, Güte und andere Werte. Die moderne Gesellschaft hat das Absolute aus ihrer Welt verbannt, also bleibt nur das Relative.

«Ist es wahr?» oder «Ist es gut?» ist der Frage gewichen: «Was bringt es mir?»

Was wäre, wenn ...

Was aber, wenn die Bibel recht hat mit den Worten: «Und wie dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht» (Hebr. 9,27).

Epikur, der griechische Philosoph, dem Vergnügen sehr zugeneigt, sagte: «Die Menschen fürchten nicht, mit dem Tod ausgelöscht zu sein, sondern dass er nicht das Ende sein könnte.»

Was wäre, wenn sich jeder von uns einmal vor Gott verantworten müsste und wir keine Vorkehrungen getroffen hätten? Selbst Sterbende verdrängen diese Gedanken. Ja, die Vorstellung ist erschreckend, aber irgendwie doch auch zwingend. Wir wissen eigentlich nur zu gut, dass Freiheit und Verantwortung zwei Seiten derselben Medaille sind. Kommt dazu, dass wir ein tiefes Verlangen haben nach Gerechtigkeit. Dass Menschen wie Hitler, Stalin oder Pol Pot einfach so ungeschoren davonkommen könnten, ist unerträglich. Was aber ist mit uns? Wenn wir auch niemanden umgebracht haben – schuldig sind auch wir. Der Massstab ist nicht der Vergleich mit Despoten oder Mördern, sondern das Gesetz Gottes.

Eine der schlimmsten Illusionen ist die Vorstellung, dass alle Menschen in ihrem Kern gut seien, und dass bei entsprechenden Bedingungen ein Herz aus Gold zum Vorschein käme. Was für ein Unsinn! Viele, die mit einem sogenannt goldenen Löffel im Mund unter vorzüglichen Bedingungen geboren wurden und aufwuchsen, endeten im Knast, sind zu Dieben, Mördern oder Vergewaltigern geworden. Gottes Wort ist unmissverständlich: «Da ist keiner gerecht, auch nicht einer, es ist keiner, der verständig ist und nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen ...» (Röm. 3,10).

Es gibt auch nicht, wie viele meinen, eine Waage, in der die schlechten Taten mit guten aufgewogen würden, nicht mal in der menschlichen Gerichtsbarkeit. Der Richter würde komisch aus dem Hemd schauen, wenn wir sagen würden: «Ich bin zwar mit 120 statt mit 60 gefahren, aber ich spende jeden Monat für den Hunger in der Welt, sprechen Sie mich frei.»

Auch das Argument: «Ich bin zwar nicht perfekt, tue aber mein Bestes, das sollte Gott genügen», bringt keinen Freispruch, denn Gott ist ein heiliger Gott.

Ich brauche etwas Besseres als mein Bestes, wenn ich mit Gott in Ordnung kommen möchte.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 12/2024

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