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von Christian Heeb

Neufundland

Mächtiger "Fels" im Atlantik

Terra Nova, Neuland – das ist die kanadische Insel auch heute noch für viele. Neufundland und das noch grössere Labrador liegen so nahe bei Europa, dass man von der Westküste der USA mit dem Flugzeug genauso lange braucht wie von Mitteleuropa.

The Rock, der Fels, nennen die Einheimischen ihre 42 000 Quadratkilometer grosse Insel. Kein Wunder, liegt sie doch wie ein grosser Fels in den wogenden Fluten des Atlantischen Meers. Nördlich davon liegt Grönland. Knapp eine halbe Million Menschen leben auf der riesigen Insel – und schätzungsweise 120 000 Elche. Die meisten Menschen wohnen rund um St. John’s, der Hauptstadt am östlichen Ende der Insel.

Die Inselbewohner

Die Insel und das benachbarte Labrador sind seit Tausenden von Jahren von nomadischen indigenen Völkern besiedelt. Die ersten europäischen Siedler waren die Wikinger unter Leif Eriksson im Jahr 1000, die eine Siedlung an der westlichen Spitze der Insel errichteten.

Im 17. Jahrhundert erfolgte die europäische Besiedlung durch Fischer aus dem Baskenland, Portugal, Frankreich und England. 1713 ging die Insel endgültig an England, nachdem sich die Franzosen als Kolonialmacht weitgehend aus Nordamerika zurückgezogen hatten.

Die riesigen Bestände an Kabeljau sicherten den Bewohnern jahrhundertelang ihren Lebensunterhalt. Kein Wunder also, dass weite Teile der zerklüfteten Buchten der Insel mit malerischen Fischerhäusern, Fischhütten und Stegen gesäumt sind. Als Anfang der neunziger Jahre kommerzielle Industrieschiffe die Fischgründe plünderten, war der Boom vorbei und es setzte eine gigantische Abwanderung ein. Bis heute hat sich die Insel nicht erholt, überall trifft man vor allem ältere Menschen. Die Jungen sind in die kanadischen Grossstädte wie Toronto oder Montreal abgewandert.

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