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von Thomas Kroeckertskothen
New York City
Im August 2019 hatten wir die Möglichkeit, nach unserem Reisedienst in den USA ein paar Tage in der bevölkerungsreichsten Stadt der Vereinigten Staaten zu verbringen. Mit rund 8,4 Millionen hat sie fast so viele Einwohner wie die Schweiz, ist ihr allerdings mit einer Bevölkerungsdichte von 10 640 Einwohner pro km2 mächtig überlegen (Schweiz: 207 Einwohner pro km2). 1825 begann der Aufstieg zur Weltstadt, heute ist sie die grösste Industrie- und Finanzmetropole.
New York fasziniert in vielen Bereichen: Die Angebote an Kultur und Sehenswürdigkeiten wie Museen, Theater und Restaurants sind beinahe unerschöpflich. Die Hektik des Verkehrs, sei es die Metro oder die bekannten gelben Taxis, aber auch die Menschenmassen am Times Square geben der Stadt ihren Charakter. New York ist wie ein Ameisenhaufen; Autos, Fahrräder und E-Roller drängen aneinander vorbei – alle kommen irgendwoher und wollen irgendwohin.
Möchte man in dieser pulsierenden Lebhaftigkeit mal zur Ruhe kommen, eignet sich beispielsweise ein Picknick im Central Park oder der Besuch in einem der unzähligen Cafés. Für einen Fotografen ist New York City ein Paradies, nahezu alle Genres der Fotografie werden hier abgedeckt. Man braucht nur Zeit und Geld.
Eine weitere Besonderheit dieser Stadt sind ihre Honigbienen. Auf Dachgärten und Terrassen, in schwindelerregenden Höhen, befinden sich viele Bienenstöcke, die entweder Hobbyimkern oder professionellen Bienenzüchtern gehören. Neben den kleinen Stadtteilparks, den oft üppig bewachsenen Innenhöfen der Wohnstrassen Lower Manhattans und vor allem dem fast 470 Fussballfelder grossen Central Park gibt es Schätzungen zufolge mehr als eine Viertelmillion Dachterrassen-Quadratmeter. Sie sind die privaten Zufluchts- und Rückzugsgebiete der reicheren Bürger der Stadt – die Kleingartenidylle im Grossstadtdschungel – und eben auch Nahrungsgrundlage für Millionen von Bienen. Der Honig ist gut, da man in New York keine Pestizide benutzt.
Doch auch diese Metropole ist nicht von Armut verschont. Viele hier haben nicht mal eine Wohnung und leben auf der Strasse, der Unterschied zwischen arm und reich ist deutlich zu spüren, die Corona-Krise hat die Misere vieler noch verschärft. Die Lockdowns hinterlassen aber auch sonst ihre Spuren. Bekannte und einst florierende Restaurants haben nicht wieder aufgemacht und manches Bürogebäude ist leer, weil die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Die Arbeitslosigkeit ist extrem gestiegen, ungefähr eine Million Einwohner der Stadt waren Ende 2020 ohne Beschäftigung, vor allem in der Tourismus- und Hotelbranche, aber auch in den Bereichen von Kunst, Transport und Bauwesen. Ökonomen schätzen, dass die Erholung der Wirtschaft bis 2024 dauern wird.
Was die Menschen jedoch wirklich benötigen ist die Frohe Botschaft der Bibel. Eine der grössten Herausforderungen der Gegenwart ist die Evangelisation der grossen Metropolen der Welt mit ihren Millionen von Einwohnern. Denn egal, ob arm oder reich, egal welche Hautfarbe – sie alle brauchen Jesus.
Reportage aus ethos 07/2021.
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