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von Nicola Vollkommer

ONLINE um Gottes Willen

Virtuell unterwegs – die beste oder die schlimmste aller Welten?

Digitale Technologie: das Beste, was uns jemals passieren konnte, oder das Schlimmste? Debatten um die Vor- und Nachteile einer neuen Technologie sind natürlich nichts Neues. Keine Erfindung fand ihren Weg in unseren Alltag ohne die mahnenden Stimmen, die jedes Mal auch zum Teil recht hatten. Autos ersparen uns lange Fusswege und bringen uns schnell von A nach B, aber sie können auch töten. Flugzeuge ermöglichen globale Verbindungen und unvergessliche Urlaube in exotischen Orten, verursachen aber auch Luftverschmutzung. Computerspiele und Netflix bieten Top-Unterhaltung in den eigenen vier Wänden, machen aber auch süchtig und fügen den Seelen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen immensen Schaden zu. Laptops, iPhones, Handys, WhatsApp, Facetime, Skype und Co. ermöglichen die Kommunikation mit lieben Menschen über den halben Planeten hinweg und rund um die Uhr. Verabredungen sind einfacher, Senioren ist es möglich, einkaufen zu «gehen», ohne ihre Wohnung zu verlassen, Studenten sammeln Informationen für ihre Hausarbeit, ohne lange Laufstrecken zu Bibliotheken hinlegen zu müssen. Handys machen aber auch Pornografie für Minderjährige mit einem Klick verfügbar, WhatsApp ermöglicht Mobbingaktionen, die ein junges Mädchen in den Selbstmord treiben können. Die digitalen Geräte, die wir besitzen, können Leben bereichern oder Leben zerstören. Uns zu Gefangenen oder zu Befreiten und Entlasteten machen.

Im Sinne des Erfinders

Klar, die Bibel sagt uns nichts Direktes über die digitale Welt. Genauso wenig wie über den richtigen Gebrauch von einem Telefon, Auto oder Flugzeug. Es kommt immer darauf an, wie wir mit etwas umgehen. Der «Mammon» – als Symbol für alles, was wir im Leben besitzen – ist nur dann böse, wenn er über uns herrscht (Matth. 6,24). Er muss Diener bleiben.

Gerade zu dieser Frage «Was oder wer herrscht über uns?» hat die Bibel eine Menge zu sagen. Eigentlich das Hauptthema des ganzen Buches. Es ist eine Gebrauchsanleitung für die Gesundheit der menschlichen Seele. Für eine Verbindung mit Gott, die uns mit allem ausstattet, was wir für dieses Leben brauchen – ob wir zur Zeit der Römer, im Mittelalter oder im digitalen Medienzeitalter leben. Sie unterweist uns, wie wir von den Werten Gottes her unsere Seele vor giftigen Einflüssen schützen, egal in welchen Lebensumständen wir uns befinden. Die Anweisungen sind für unseren Umgang mit dem Internet relevanter denn je, denn auch wenn es nur eine aus vielen Erfindungen ist, die Gefahren mit sich bringen, ist das Internet doch eine Liga für sich und besonders heimtückisch. Mehrere Faktoren spielen auf diesem Minenfeld zusammen. Herkömmliche christliche Familienwerte sind zusammengebrochen. Ohne klare Normen, ohne Zusammenhalt und Geborgenheit, ohne eine gesunde erzieherische Begleitung verwahrlost eine ganze Generation. Logisch: In der Abwesenheit intakter Familien und ohne die Verankerung in stabilen Beziehungsnetzen sucht diese Generation woanders ihre Zugehörigkeit. Ein Teufelskreis entsteht. Die Vereinsamung gerade von jungen Leuten in unserer Zeit ist ohne Zweifel durch das Aufkommen der Sozialen Medien akuter denn je.

Einen Fluchtdrang vor den Widrigkeiten des Lebens gab es schon immer. Der vom Garten Eden verbannte Mensch, von Gott entfremdet, sucht instinktiv nach einem neuen Paradies, nach neuen Befriedigungen, neuen Göttern. Sünde ist per Definition die Suche nach Glück ausserhalb von Gott. Scheinparadiese, Scheinfamilien, Scheinangebote der Geborgenheit und der Zugehörigkeit: Am Laptop und am Handy sind diese nur ein Mausklick entfernt.

Verlockungen einer Scheinwelt

Wer früher einem Laster frönen wollte, musste dafür einiges an Aufwand auf sich nehmen: zum Zeitschriftenkiosk gehen, um ein Pornoheft zu kaufen, oder in die Spielhalle, um dem grossen Jackpot hinterherzujagen; ins Bordell, um ein Ventil für angestaute sexuelle Energie zu finden. Heute gibt es keine Hemm- und Zutrittsschwellen mehr.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 11/2021

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