Uhr
von Madlaina Maurer

Raupe Aurelia

Die Wunder Gottes bestaunen

«Mama, Mama, kommst du endlich?», ruft Simea aufgeregt durchs Haus. Die Sonne scheint vom blauen Himmel und ein süsser Duft liegt in der Luft. Von einem Bein aufs andere hüpfend, steht das zappelnde Mädchen vor der Tür. Ihre Mutter lächelt. Schon gestern hat Simea verkündet, dass sie am nächsten Morgen unbedingt ihre Karotten begutachten möchte. Schliesslich sind seit der Aussaat schon einige Wochen vergangen. Mama öffnet Simea die Tür, und jauchzend springt die Kleine mit ihren blonden Locken davon. Barfuss rennt sie durch das taufrische Gras, aber das scheint sie nicht zu stören. Sie streckt ihre Nase mit den Sommersprossen in die Höhe und atmet tief ein.

«Mama, das riecht aber lecker. Sind die Erdbeeren schon reif?» Ohne die Antwort abzuwarten, stürmt sie davon. Glitzernd leuchten die roten Beeren in der Morgensonne. Ob sie wohl eine naschen darf? Ein Blick zurück und das lächelnde Nicken ihrer Mutter gibt ihr die Bestätigung. Schnell greifen die kleinen Finger nach der süssen Frucht. Genüsslich stopft sie sich die Beere in den Mund. Der frische Erdbeersaft läuft ihr seitlich aus dem Mund. Wie das kitzelt.

Da fällt ihr wieder ein, warum sie so früh in den Garten wollte. Ihre Karotten. Sind sie endlich gross genug? Schliesslich hatte sie sich in den letzten Wochen fleissig um ihr Gemüsebeet gekümmert. Mithilfe ihrer Mutter hatte sie alles fein säuberlich gehackt, die Samen in die Furchen gelegt und wieder mit Erde zugedeckt. Sie hatte die wachsenden Pflänzchen gegossen und das Beet immer wieder vom Unkraut befreit. Einmal hätte sie fast die Karotten herausgerissen, wenn nicht ihre Mutter sie rechtzeitig daran gehindert hätte. Aber es sah wirklich aus wie Unkraut!

Simea richtet sich wieder auf und läuft in den hinteren Teil des Gartens. Dort ragt das Karottengrün aus dem Boden. Das Gemüse selbst wächst unter der Erde. Man sieht es erst, wenn man es aus der Erde zieht. Das hat Mama ihr jedenfalls erzählt. Bald muss es so weit sein, denkt sie. Aber was ist das? Auf einem Stängel ist ein kleiner weisser Punkt zu sehen. «Mama, was ist denn das auf meiner Karotte?»

Lesen Sie die ganze Kindergeschichte in ethos 03/2025

Zurück


Wir möchten Christen ermutigen, ihren Glauben zu leben und unserer Gesellschaft den Wertmassstab der Bibel aufzeigen.
Damit das gelingt, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.
 

Neue News

Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Die Schulmedizin steckt gerade in einer Vertrauenskrise. Ist sie reformbedürftig – oder bereits überholt? Sind alternative Heilmethoden die Lösung?

[mehr] Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Während des Zweiten Weltkriegs wurde von allen Kriegsparteien viel Propaganda verwendet, um den Gegner zu schwächen.

[mehr] Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Unter dem Badehaus

In den königlichen Gärten von Isfahan im alten Persien stand einst ein prächtiges Badehaus. Du fragst dich vielleicht: Was ist ein Badehaus?

[mehr] Unter dem Badehaus

Mehr entdecken

factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.