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von Dr. Matthias Klaus
Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?
Die Ärzteschaft befindet sich spätestens seit den Corona-Massnahmen in einer Vertrauenskrise. Die Massnahmen wurden zur einzig möglichen und medizinisch zwingenden Vorgehensweise erklärt, die tödliche Erkrankungsverläufe verhindern sollte. Interne Dokumente des Robert-Koch-Instituts («RKI-Files») zeigen, dass die nach aussen propagierte medizinische Notwendigkeit und Alternativlosigkeit dieses Vorgehens die Folge politischer Vorgaben war. Einige Mediziner des RKI waren zu Recht kritisch, leider jedoch nicht mutig und entschlossen genug, diese Position öffentlichkeitswirksam zu vertreten.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass von höchst politisch motivierten statt medizinisch-wissenschaftlichen Grundsätzen ausgegangen wird, ist die neue Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Geschlechtsdysphorie bei Kindern und Jugendlichen. Viele Länder ziehen beim Einsatz von Pubertätsblockern die Notbremse, indem sie diese entweder verbieten oder zumindest stark einschränken. Sie tun es, weil Studien zeigen, dass Pubertätsblocker nicht den erhofften positiven Effekt brachten. Vielmehr sind sie mit zahlreichen und mutmasslich unumkehrbaren Nebenwirkungen behaftet. Im Gegensatz zu diesen Ländern empfiehlt die deutsche Leitlinie die Pubertätsblocker nicht nur als grossartige Möglichkeit, Leiden zu lindern – sie hebt sogar jegliche Altersgrenze für deren Einsatz auf. Die Leitlinie liest sich wie ein Echoraum der Genderideologie statt einer klaren, medizinisch-naturwissenschaftlichen Empfehlung.
Viele Patienten machen im Sprechzimmer von Ärzten die Erfahrung, als Patient lediglich auf körperliche Symptome reduziert zu werden. Wer beispielsweise über Schlafstörungen klagt, verlässt häufig nach kurzer Zeit die Praxis mit einem Rezept für Schlafmedikamente und allgemeinen Ratschlägen zur Schlafhygiene. Den Ursachen, die zur Schlafstörung führen können, wird selten genauer auf den Grund gegangen, eine ganzheitliche Betrachtung wird kaum angestrebt – nicht zuletzt wegen des Zeitdrucks, unter dem der Arzt zu arbeiten hat.
Diese Entwicklungen in der Medizin führen dazu, dass sich Patienten vermehrt alternativen Heilmethoden zuwenden. Das Versprechen: eine zeitintensive und ganzheitliche Betrachtung der jeweiligen Beschwerden – und eine Therapie, die den gesamten Menschen umfasst.
Sind die Grundlagen der Schulmedizin nicht mehr als plausible Erklärungsmuster anzuerkennen und müssten durch einen anderen, ganzheitlicheren Ansatz ersetzt werden?
Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 03/2026
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