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von Andi Fett
Unter dem Badehaus
Nun, ein Badehaus ist eine Mischung aus einem Erlebnishallenbad und eurem Badezimmer. Damals, als es noch keine Wasserleitungen und Zentralheizungen gab, gingen die besser gestellten Leute einmal die Woche ins Badehaus.
Das Badehaus in Isfahan war ein kunstvoller Marmorbau mit mehreren beheizten Becken, Massageräumen, Dampfbädern und Hallen zur Erholung.
Sadra Abbasi III, der Schah von Persien, ging gern ins Hamam – so nennt man das Badehaus auf Persisch. Dafür musste der ganze Naqsch-e-Dschahan-Platz geräumt werden. Die königliche Garde trieb dann alle Marktschreier und Teppichhändler auseinander. Flinke Lakaien befreiten den Platz von Kamel-Dung und fegten das staubige Pflaster.
Und dann erschien der Herrscher von Persien am Palasttor. Kleine Prinzen in Pumphosen hielten die Stangen eines grünen Baldachins. Und unter diesem wippenden Schattendach schritt Sadra Abbasi III über den Platz. Es war eine prachtvolle Zeremonie.
Wenn der Schah dann das Badehaus erreicht hatte, betrat er das Hamam, legte feierlich seine fürstlichen Gewänder ab und mischte sich unter die Badegäste. Das Badehaus stand damals nur Männern offen.
Nach einem ausgiebigen Dampfbad, einem Schwitzbad und kalten Wassergüssen, einer Massage und einer Tasse Tee wollte sich Sadra Abbasi III wieder ankleiden lassen. Doch dann hatte er eine gute Idee: «Warum der Aufwand mit Leibwächtern und Baldachin? Ich werde diesmal als einfacher Arbeiter verkleidet ganz alleine über den Naqsch-e-Dschahan-Platz nach Hause gehen. Ja! Dann kann ich mich unbemerkt unters Volk mischen, mir Datteln kaufen oder an den Gewürzsäcken riechen. Ich werde nicht auffallen.»
Er schlüpfte durch eine Seitentür in einen dunklen Gang. Dort hingen die Arbeitskittel der Bediensteten. Da zog er sich einen zerschlissenen Schurz an und suchte nach einem Ausgang. Doch der Gang führte tiefer ins Gebäude. In dem gekrümmten Korridor wurde es immer dunkler. Er tastete sich vorwärts und kam an eine weitere Tür. Als er sie aufstiess, spürte er beissenden Rauch in den Augen. Ein zitternder roter Schein erhellte das finstere Gemäuer. Plötzlich verschwand der Boden unter seinen Füssen und er kam ins Wanken. Ohne es bemerkt zu haben, war der Scheich auf eine Treppe gestossen, die steil nach unten führte. Er konnte sich nur mit Mühe an ein Geländer klammern.
Lesen Sie die ganze Kindergeschichte in ethos 02/2026
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Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.
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Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.