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von Yvonne Schwengeler

Wahrheit und Liebe

– Der Lackmustest für die Gemeinde

Der See Genezareth ist ein lebendiges Gewässer, in dem es von Fischen wimmelt. Das Tote Meer aber ist ohne Leben. Woher kommt der Unterschied? Das Tote Meer nimmt an seiner Nordseite das Wasser des Jordans auf. Aber es gibt nirgendwo einen organischen Abfluss. Das überschüssige Wasser verdunstet lediglich in der heissen Sonne. Weil das Meer von dem, was es empfängt, nichts weitergibt, ist in ihm alles Leben erstorben.

Der See Genezareth empfängt an seiner Nordseite ebenfalls das Wasser des Jordans. An seiner Südseite aber gibt er dieses Wasser weiter. Der Jordan mit seinem lebendigen Wasser wird nicht festgehalten. Er fliesst gewissermassen durch den See hindurch. Gerade deshalb wimmelt es hier von Leben. Er nimmt und gibt weiter. Das ist das Lebensprinzip in der Natur wie auch im Reich Gottes.

«Seid aber Täter des Wortes, und nicht Hörer allein», mahnt Jakobus (Jak. 1,22). Damit wir wissen, was Gott von uns will, müssen wir uns mit seinem Wort beschäftigen. Ohne Input kein Output! Wenn ich nicht in Wort und Tat weitergebe, was ich vom Herrn empfange, bleibt das Leben ohne Frucht. Es muss einen Abfluss finden, hin zum Nächsten. Ich kann biblisches Wissen im Kopf anhäufen, wenn es aber nicht ins Herz rutscht und zum Handeln führt, erstickt das Leben und es beginnt zu müffeln, auch in den Gemeinden.

Folgenschwere Kompromisse

Wir erleben heute in vielen Kirchen und auch Freikirchen einen erschreckenden Abfall vom Glauben. Biblische Wahrheiten, für die unsere Vorfahren das Leben liessen, werden Stück für Stück preisgegeben. Herausgepickt wird, was «dem Fleisch» schmeichelt, weggelassen, was beunruhigen und einschränken könnte. Viele Gemeindebesucher gähnen heute über die Wahrheiten, für die Christen früher den Märtyrertod starben.

Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 04/2022

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