Uhr
von Elisabeth Weise

Wirklich will­kommen?

Die Weihnachtszeit ist doch wirklich die allerschönste Zeit im Jahr, oder?

Pia und Paul jedenfalls finden das. Kennst du die beiden noch? Sie haben ein ganz besonderes Zuhause, denn sie wohnen mitten im Heimstädter Zoo. Ihr Vater leitet den Zoo, deswegen wohnt die Familie Hesselmann in der alten Zoodirektorenvilla, gleich hinter dem Nashorngehege. In der Weihnachtszeit sieht hier alles noch viel schöner aus als sonst: Mama hängt in jedes Fenster einen Stern, der im Dunkeln hell leuchtet. Überhaupt ist der ganze Zoo weihnachtlich geschmückt. An manchen Gehegen hängen Lichterketten und neben dem Eingang steht ein prächtiger Weihnachtsbaum. In diesem Jahr ist in der Adventszeit alles noch aufregender als sonst. Das liegt daran, dass Kara, die Tigerdame, trächtig ist. Ende Dezember wird sie ihre Babys zur Welt bringen. Für den Zoo ist das ein grosses Ereignis: Alles rund um die Geburt wird sorgfältig vorbereitet und überwacht. 

Wie jeden Tag laufen Paul und Pia nach der Schule zuerst zum Tiergehege und schauen nach, ob Karas Bauch wieder etwas dicker geworden ist. Hier treffen sie Sofia, die nette Tierpflegerin mit dem blonden Pferdeschwanz. 

«Hallo ihr zwei! Wollt ihr auch nach unserer werdenden Mutter sehen? Sie sieht prächtig aus, oder?» 

Die drei stehen vor dem Tigergehege und schauen Kara zu, die sich gerade ausgiebig in ihrer Sandgrube wälzt. 

«Das finde ich auch», meint Pia. «Sie bekommt ja auch spezielles Futter, oder?» 

«Genau. Und heute haben wir alles für die Geburt vorbereitet. Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, aber man kann ja nie wissen, wann genau es so weit ist. Schaut mal da hinten in der Ecke des Geheges, unter dem Felsvorsprung. Da haben wir die Wurfkiste aufgestellt.» 

Jetzt erst bemerken die Kinder die grosse Holzkiste mit mehreren Klappen. 

«Die ist ja riesig! Und darin soll Kara ihre Babys kriegen?» 

«Genau. Unter der Kiste ist eine Wärmeplatte, sodass es die Tigerwelpen schön warm haben. Ab morgen wird dieser Teil des Geheges abgehängt, damit die Besucher Kara nicht stören.» 

«Ach schade!», meint Paul enttäuscht, «dann sehen wir ja gar nichts von den Kleinen!» 

«Es ist wichtig, dass Kara sich ganz ruhig und sicher fühlt. Doch ich kann dich trösten: In der Kiste gibt es eine Videokamera, sodass man draussen auf einem Bildschirm alles beobachten kann, was im Inneren geschieht.»

Am nächsten Tag ist alles so, wie Sofia es den Kindern erklärt hat. Der geschützte Teil des Geheges, in dem die Wurfkiste steht, ist mit schwarzen Stoffbahnen verhängt. Dafür kann man auf einem kleinen Bildschirm in das Innere der Kiste schauen. Sie ist mit Sand ausgestreut und in einer Ecke sieht man ein grosses Nest aus Heu.

«Das sieht aber gemütlich aus», meint Pia. «Alles ist so gut vorbereitet.»

Aber in den nächsten Tagen passiert nichts.

Lesen Sie die ganze Kindergeschichte in ethos 07/2025

Zurück


Wir möchten Christen ermutigen, ihren Glauben zu leben und unserer Gesellschaft den Wertmassstab der Bibel aufzeigen.
Damit das gelingt, sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.
 

Neue News

Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Die Schulmedizin steckt gerade in einer Vertrauenskrise. Ist sie reformbedürftig – oder bereits überholt? Sind alternative Heilmethoden die Lösung?

[mehr] Schulmedizin – Ein Auslaufmodell?

Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Während des Zweiten Weltkriegs wurde von allen Kriegsparteien viel Propaganda verwendet, um den Gegner zu schwächen.

[mehr] Aus Satans Trickkiste: Zweifel säen

Unter dem Badehaus

In den königlichen Gärten von Isfahan im alten Persien stand einst ein prächtiges Badehaus. Du fragst dich vielleicht: Was ist ein Badehaus?

[mehr] Unter dem Badehaus

Mehr entdecken

factum – Mensch. Natur. Glaube.
Neben ethos bringt der Schwengeler Verlag auch die Zeitschrift factum heraus. Das Magazin steht für die Themen Mensch, Natur und Glaube. Vielfältig, kompetent und verlässlich werden darin die Wurzeln moderner Zeiterscheinungen anhand der Bibel beleuchtet, was zu einem besseren Verständnis unserer Zeit beiträgt. Darüber hinaus finden sich Artikel über die Schönheit und Genialität der Schöpfung, die zeigen, dass es absolut plausibel ist, an einen Schöpfergott zu glauben.

open hands – Hoffnung, die hilft.

Das christlich-soziale Hilfswerk ist aus der Arbeit des Schwengeler Verlags entstanden. Ziel ist es, Menschen in Rumänien in ihrer geistlichen, materiellen und physischen Not zu helfen. Grundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen werden damit zur Eigenverantwortung, zum Um- und Neudenken durch die Kraft des Evangeliums motiviert.