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von Nicola Vollkommer
Wissen, wem man glaubt
Wenn ich eine der wichtigsten Früchte des Evangeliums im Leben eines Christen spontan benennen müsste, dann käme mir sofort das Wort «Gewissheit» in den Sinn. Damit meine ich nicht eine Zuversicht, die mit Arroganz, Besserwisserei oder Selbstgefälligkeit zu tun hat, sondern die fröhliche Gewissheit eines Menschen, der weiss, wo die Lebensreise hingeht. Ähnlich wie die Gelassenheit eines Fussballfans, der auf «Replay» drückt, die Hochs und Tiefs seiner Mannschaft nach dem ganzen Treiben noch einmal miterlebt, wohl wissend, dass sie am Ende den Sieg davonträgt. Oder wie die Ruhe, mit der ich als Schriftstellerin die Schicksalsschläge schildere, die meine Helden erleiden müssen, und sie anfeuere, ja nicht zu verzagen, weil ich weiss, dass die Geschichte am Ende gut ausgehen wird. In Zeiten, die politisch, geistlich und gesellschaftlich so unsicher sind wie unsere, tut es gut, über die Gründe nachzudenken, warum unser Glauben von Gewissheit geprägt sein darf. Hier sind einige davon.
Fakten, nicht Spekulationen
Die zentralen Inhalte unseres Glaubens beruhen auf handfesten Fakten, nicht auf Spekulationen, Hoffnungen, Hirngespinsten oder Mythen. Eine euphorische Begeisterung über die Nachricht, dass Jesus Christus den Tod überwunden hat und aus dem Grab zurückkehrte, war die Kraft, die das Entstehen und das rasante Wachstum der Urgemeinde unter widrigsten Umständen ausgelöst hat! Unzählige Männer und Frauen, angefangen mit den Jüngern Jesu, waren bereit, für die Verkündigung dieses Geschehens Opfer, Verluste und Anfeindungen in Kauf zu nehmen, sogar ihr Leben herzugeben. «Denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden» (Apg. 4,20).
Nach wie vor ist diese Nachricht der Auferstehung Jesu der Grundstein jedes lebendigen Christseins, jeder erweckten Gemeindearbeit. Mein tägliches, manchmal verzweifeltes Gebet für mich selbst wie auch für den Leib Christi in unserer Zeit ist, dass wir die Unmittelbarkeit und die Begeisterung jener Ereignisse in unserem Herzen spüren mögen, und unser Denken, Fühlen und Planen davon bestimmen lassen. Dass einer vom Tod zurückgekehrt ist, ist nicht weniger sensationell, nur weil zweitausend Jahre seitdem verstrichen sind. Auch wir dürfen an der Freude und der Hoffnung jener welterschütternden Zeiten teilhaben. Egal mit welchen Lebensumständen und Herausforderungen wir es zu tun haben, Jesu Sieg am Kreuz über Tod und Teufel hat das letzte Wort. Auch wir kennen das Ende der Geschichte und können aus diesem Wissen Kraft und Trost schöpfen! In der Welt werden wir Angst haben, sagte uns Jesus, aber «seid getrost, ich habe die Welt überwunden» (Joh. 16,33).
Lesen Sie den ganzen Artikel in ethos 2/2021.
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